Software-Auswahl ohne “Spätfolgen” für den Job

Nachdem ich eine Weile in USA gearbeitet habe, wurde mit noch viel deutlicher als bisher klar, dass meine getroffenen Entscheidungen in fachlichen Dingen mich auch dann den Job kosten könnten, wenn meine Entscheidung zu dieser Zeit für alle Beteiligten die einzig sinnvolle war. Einfach deswegen, weil es meine war.

Natürlich habe ich mir seitdem abgewöhnt, irgendwas zu entscheiden…..nein, natürlich nicht!

Seit dem bereite ich meine Entscheidungen so vor, dass ich sie eigentlich gar nicht mehr treffen muss. Die zusammengetragenen Informationen und deren Bewertung und Gewichtung tun es für mich. Ok, stimmt natürlich so nicht…..die zusammengetragenen Informationen und Gewichtungen belegen meine Entscheidung so klar, dass man mir wenig “Stimmungsmache” für oder gegen irgendwas “ans Bein binden” kann. Und wie mache ich das?

Jede Entscheidungsfindung wird in kleine Teilentscheidungen zerlegt, zu denen es jeweils mehr oder weniger komplexe Bewertungen aller Möglichkeiten gibt. Dann werden diese Teilpakete untereinander gewichtet. Soweit so gut…nichts neues hier. Was ich dabei immer versuche, transparent darzustellen ist der “Nasenfaktor” wie ich es nenne. Also der Punkt oder die Teilentscheidung, in der ich offen meine Subjektivität darstelle. Also sowas wie: “Ich glaube, ich kann super mit dem Lieferanten zusammenarbeiten”. oder ” die Bedienoberflächen finde ich super praktisch, (ohne das ergonomisch oder so belegen zu können)”.Dann könnte eine Entscheidung sich so zusammen setzen:

Lieferantenfragebogen (= Vorqualifikation)                     x % mit y Gewichtung

Software-/Produktfragebogen  (= Vorqualifikation)         x % mit y Gewichtung

ergibt Vorqualifikation                                                   x %

Assessments                                                                   x % mit y Gewichtung

Markt Bewertung                                                             x % mit y Gewichtung

Ggf. „Nasenfaktor“ falls notwendig                                  x % mit y Gewichtung

Preis                                                                                 x % mit y Gewichtung

Vorqualifikation                                                                x % mit y Gewichtung

Gesamtergebnis                                                            x %

Und diese Rechnung mache ich dann einmal mit Nasenfaktor und einmal ohne Nasenfaktor. Ich stelle beide Werte als Basis für meine Entscheidungsfindung dar. Der offene Umgang mit subjektiven Bewertungen verleiht den anderen Faktoren einen objektiveren Charakter. Ob das wirklich so ist oder nur so scheint?

Ich weiss es nicht!

Ich glaube fest daran, dass alle Mitentscheider so bewusst versuchen, die subjektiven Sachen aus den anderen Werten heraus zu halten. Was die Ergebnisse betrifft: ich habe ich damit nur gute Erfahrungen gemacht!