Schnell für die Schnecke oder schnell für die Sternschnuppe? Perspektive!

Wieder einmal wurde ich daran erinnert, dass fast jeder die Welt aus seiner Perspektive sieht…..und nicht aus meiner. Das macht das Leben spannend….und manchmal auch etwas verwirrend.

Für mich bedeutet das, dass auch für mich scheinbar klare, alltägliche, ob private oder berufliche Begriffe, besser nochmals inhaltlich mit meinem Gesprächspartner abgeklärt werden müssen, bevor man ans “Eingemachte” geht. Weil diese Worte für Andere eben auch klar und alltäglich sind, nur eben mit anderem Inhalt.

Also muss ich vorsichtig sein: Interface und Konfiguration, weit und nah, schnell und langsam, immer mal wieder hinterfragen, könnte ja sein, dass das aus der Perspektive eines “anders-fachlichen” Spezialisten anders bewertet wird.

Wie weit meinst Du denn, Sternschnuppe? In Kilometer?

 

Der Pförtner als Teil der IT Sicherheit? Der hat doch von IT keine Ahnung!

Also wenn ich, als Star-Hacker vor dem Herrn, per Fernzugriff ein paar geheime Daten klauen will, muss das durch IT Sicherheits-Experten des Unternehmens verhindert werden. Da sind wir uns einig, klare Zuständigkeit, oder?

Wenn ich aber, mit lässig-gehetztem Gruss am Pförtner wie selbstverständlich vorbei marschiere, mich hinter dem Rücken des Mittags-Pausen-orientierten Kollegen in ein Büro einschleiche und dort den Rechner, der die gleichen Informationen enthält, vom Tisch klaue und damit verschwinde, dann ist die IT Sicherheit nicht zuständig…..oder?

Vielleicht kann man das lange diskutieren…aber sollte man das? Mit angemessener Sicherheit als angepeiltem Ziel würde ich doch alle Register ziehen und gerade die “billigen” aber wirksamen Maßnahmen wie den Zugangsprozess ins Gebäude unbedingt mit “sichern”, egal, welche Hierarchie-Wege dazu nötig sind. Und mich darüber freuen, dass erhöhte Sicherheit manchmal gar nichts extra kostet.

 

Steht etwas Neues an? Schnell, ein Plan muss her!

Egal, was so ansteht….sobald es komplizierter ist als ein normaler Arbeitstag bin ich dabei, das alles erstmal zu planen.

Bin ich verrückt? Vielleicht ein ganz kleines bisschen…aber ich bin bestimmt meistens gut vorbereitet!

Warum ich das tue? Ich habe festgestellt, dass die ganze Zeit, die man damit verbringt, etwas für neue Themen zu unternehmen, mehrheitlich verschwendet ist, wenn man vorher keinen guten Plan hat.

  • Haben Sie Zeit zu verschwenden?
  • Sind Sie sicher, dass die neuen Aufgaben rechtzeitig fertig werden können?
  • Kennen Sie alle internen und externen Regelungen, die hier zum Tragen kommen?
  • Wissen Sie schon, was dafür alles zu tun ist, obwohl es keine Routine-Aufgabe ist?
  • Wissen Sie, wen Sie für diese Aufgabe brauchen?
  • Kennen Sie die “Lieferzeiten” Ihrer notwendigen Ansprechpartner?

Wenn Sie eine dieser Fragen nicht ganz entspannt beantworten können: Bitte machen sie einen Plan! Jetzt sofort!

Verzichten Sie nicht auf Ihren Erfolg, wenn Sie dafür oft nur einen guten Plan brauchen…..

Audit – bei uns? Hilfe, was soll ich tun?

Da ist sie – die Ankündigung eines Audits. Die Zeit ist begrenzt und keiner weiß, wo man aktuell steht.

Ich sehe das als gute Zeit, zu beweisen, das man gute Nerven hat. Ein Plan muss her!

Der Plan kann ganz unterschiedlich ausfallen, wichtig ist nur, dass man einen guten Plan hat. Ohne Plan kann es nur schief gehen…..

  • Ist man gut “sortiert” und muss nur das Audit selbst vorbereiten? Super!
  • Weiß man nicht genau, wie es aktuell aussieht, und es gilt, alles vorbereitend zusammen zu stellen und ggf. ein paar Kleinigkeiten nachzuarbeiten?
  • Ist bekannt, dass noch Lücken vorhanden und Nacharbeiten nötig sind?
  • Ist nichts genaues bekannt und man plant Hilfe zu suchen?

Ganz egal wie der Stand der Arbeiten sind, hier gilt es nur, keine Zeit zu verschwenden, wenn man sich so gut wie möglich präsentieren will. Das ist so ein bisschen wie Frisur und Kleidung vor dem Date….. unverzichtbar!

 

 

 

Audit durch den Kunden – wie sieht eine gute Vorbereitung aus?

Audits durch Kunden sind heute häufig eine Methode der Kunden, Qualitätsaussagen eines Lieferanten zu verifizieren.

Wie geht man damit um?

Hier können ein paar kleine steuernde und strukturierende Hilfestellungen große positive Auswirkungen haben. Denn wie oft in der Beratung ist die beste und kostengünstigste Hilfe hier ”Hilfe zur Selbsthilfe”. Das Unternehmen übernimmt durch gezielte, punktuelle Unterstützung die eigenen Themen und die qualitative Verantwortung zu der für das Unternehmen richtigen Zeit.

Ich denke hier an:

1. Feststellen des aktuellen “Maßnahmen-Bestands” im angekündigten Audit-Bereich. Hier ist oft mehr vorhanden als man denkt. Als erste Maßnahme würde ich unbedingt alles sammeln, was man hier schon hat.

2. Vervollständigen und “Veröffentlichen” der Teilprozesse, Teilinformationen und Prozess-Ideen im Unternehmen.

3. Einfügen der komplettierten ”Fundstücke” in den ”Gesamt-Kontext” der Qualitätsaussagen.

4. Füllen der Lücken im Gesamt-Kontext.

5. Klarstellen der Beweggründe und Argumentationen, die hinter diesen Maßnahmen stehen. Das sind die Dinge, die man mit seinem Kunden-Auditor durchsprechen muss, wenn hier Fragen entstehen. Dem Verantwortlichen muss klar sein, warum eine Maßnahme gerade so aussieht und nicht anders.

Können Sie sich vorstellen, sich so auf ein spontan angekündigtes Audit vorzubereiten?