Perspektiven – der Blödsinn interessiert mich nicht!

Ja klar, Perspektiven…..So einfach sollte man das nicht abtun, es macht vielleicht den Unterschied zwischen Sonne und Schatten aus…nicht alles ist immer so, wie es auf den ersten Blick erscheint.

Bin ich Gewinner oder Verlierer erkenne ich an der Seite des Schlachtfelds….Schachbretts, der Tischtennisplatte :-)

Ich finde, man sollte mehr Aufmerksamkeit darauf verwenden…oder sollte ich Achtsamkeit sagen?

Kenne ich die Perspektiven meiner “Mitspieler”? Oder habe zumindest eine Idee davon? Sollte ich?

Tut mir mein Kollege etwas Gutes, ist es gut für mich…was ist es für den Kollegen? Gutes Karma? Ein Gewicht auf der Waage der gegenseitigen Bonusliste? Einfach so, weil es gerade eben möglich war?

Macht mich mein Projektleiter dumm an…was ist das für mich? Na das kommt darauf an, welche Perspektive ich und welche Perspektive er hat. Die “ich will seinen Job und habe ihn deshalb manipuliert …” werde ich hier nicht beschreiben, da das nicht mein Ding ist. also:

V1: Ich habe etwas falsch gemacht und er hat es gemerkt und sich im Ton vergriffen….ok, Fehler und Ton angehen und hoffentlich ist wieder alles gut

V2. Er kann mich nicht leiden oder hat einen schlechten Tag…..ok, auch hier hilft hoffentlich ein Gespräch

V3: Er will mich aus dem Projekt raus haben. Hier wird es interessant. Warum? Bin ich zu schlecht oder zu gut? Zu offen oder zu verschlossen? Zu politisch oder zu unpolitisch? Von der falschen Partei?

oder

V4: Ich bin zu aufmerksam. Wenn das so ist, warum ist das für ihn ein Problem?

oder V5: Ich bin zu schnell..was heißt: schneller als es ihm passt.

Und hier wird es interessant. Warum ist das so? Liege ich richtig oder fantasiere ich hier?

Ich glaube, dass es immer wichtig ist, sich über die eigene Perspektive und die der anderen handelnden Personen klar zu werden…..Aufmerksam oder achtsam sein zahlt sich hier aus. Es gibt in der aktuellen Situation Klarheit und Sicherheit für Entscheidungen…und lässt vielleicht auch mal eine Situation sonniger aussehen, als sie ursprünglich erschien….

Kosten für Integration – ja, in der IT….oder überall?

Hervorgehoben

Wann sind Kosten und Mühen für Integration gerechtfertigt? Das klingt jetzt sicher langweilig, da haben schon Hunderte etwas dazu geschrieben.

Aber da ich mich aktuell in einigen Aspekten meines täglichen Lebens “un-integriert” fühle, versuche ich mal, das für mich zu erfassen.

Was bewirkt fehlende Integration bei mir? So als Brainstorming….

  • Durch fehlende Integration in der Kommunikation versuche ich immer wieder, Kommunikationsangebote, also Vorschläge für zukünftige Wege einer optimierten Kommunikation, zu machen. Die werden verstanden oder nicht, angenommen oder nicht.
  • Durch die fehlende Integration in Informationsflüsse versuche ich, die für mich notwendigen Informationen auf anderen Wegen zu bekommen.
  • Die durch fehlende Integration in “physikalische” Warenflüsse entstandenen Probleme versuche ich nachträglich zu “reparieren”.

Ich könnte hier jetzt noch mehr schreiben, aber alles in allem sieht es nach heftiger Zeit/Ressourcen-Verschwendung aus….und es  zieht meine Stimmung runter….

…..wahrscheinlich wäre Integration billiger, oder?

Das ist immer so!

Mit fester Stimme der Satz: Das ist immer so! Oder: Das wurde so festgelegt…das machen alle so!

Ok, dann tue ich es auch…oder nicht? Warum sollte ich einem wohl meinenden Menschen das nicht glauben? Weil er vielleicht, bei allem guten Willen, seine eigenen Interessen vertritt?

Ich meine: Solange das nicht zumindest halbwegs bewiesen ist, dass es wirklich immer so ist, sollte man es nicht glauben, wenn es nicht den eigenen Interessen, oder denen meines Kunden, entspricht. Besonders bei Preisen finde ich das wirklich “Hinterfragens-wert”. Weil Preise ja eigentlich nur etwas sind, was der Anbieter einer Leistung oder Ware so festgelegt hat.

Grundsätzlich gilt bei Preisen doch: Gültig ist, was ich mit einem Verkäufer so vereinbaren kann und dann in einen Vertrag gieße.

Das ist ggf. völlig unabhängig von dem, was ich kaufe, strukturell zumindest. So in etwa wie auf dem Markt: Eine Feige für ‚nen Euro…oder eine Kiste für 5 Euro…oder vielleicht alle, die am Ende des Markttages noch übrig sind für 10 €.

Also könnte ich auch teure Lizenzen mit dem Listenpreis einer billigeren kaufen…oder 10 gratis dazu bekommen… oder alle nicht mengenabhängigen Preis kaufen. Oder alle, die ich brauche, zu 10 €, weil ich dafür gerade nur so viel ausgeben kann….

Als ich das letzte Mal geguckt habe, ging so etwas noch!

Schnell für die Schnecke oder schnell für die Sternschnuppe? Perspektive!

Wieder einmal wurde ich daran erinnert, dass fast jeder die Welt aus seiner Perspektive sieht…..und nicht aus meiner. Das macht das Leben spannend….und manchmal auch etwas verwirrend.

Für mich bedeutet das, dass auch für mich scheinbar klare, alltägliche, ob private oder berufliche Begriffe, besser nochmals inhaltlich mit meinem Gesprächspartner abgeklärt werden müssen, bevor man ans “Eingemachte” geht. Weil diese Worte für Andere eben auch klar und alltäglich sind, nur eben mit anderem Inhalt.

Also muss ich vorsichtig sein: Interface und Konfiguration, weit und nah, schnell und langsam, immer mal wieder hinterfragen, könnte ja sein, dass das aus der Perspektive eines “anders-fachlichen” Spezialisten anders bewertet wird.

Wie weit meinst Du denn, Sternschnuppe? In Kilometer?

 

Ziel oder Ziele?

 Ich kenne viele „Offene Punkte-Listen“, in denen entweder alles eine hohe oder alles eine niedrige Priorität hat. Ich kann bis heute nicht nachvollziehen, was damit erreicht werden soll….und traue mich ehrlich gesagt auch nicht, danach zu fragen. Für mich ist das ein bisschen so, als versuche man, gleichzeitig zu rennen und zu jonglieren. Es ist einfach nicht besonders Erfolg versprechend.

Ich erinnere mich noch an einen Kurs, den ich vor bestimmt über 20 Jahren mal gemacht habe. Er hieß “Entscheidungstechniken” oder so ähnlich. Wir haben 2 oder 3 Sessions lang alle möglichen Tools zu Erleichterung der Entscheidungsfindung oder Priorisierung ausprobiert. Dort habe ich gelernt, Prioritäten-Reihenfolgen bei langen Listen von Einzelpunkten festzulegen. Das war zwar nicht in 2 Minuten gemacht, aber noch absolut praktikabel. Geht also. Und ich bin auch nicht klüger als andere…..

Ich habe es gegoogelt: Solche Kurse gibt es noch immer!

 

Irgendwas in diesem Projekt stimmt nicht…..oder bilde ich mir das nur ein?

Ich kenne das intensive Gefühl, dass irgendwas im meinem Projekt nicht stimmt. Ohne benennbaren Anlass….alle Quality Gates übersprungen …aber trotzdem. Früher habe ich, nach Check der Projektstatus-Unterlagen, mein Gefühl ignoriert. Heute tue ich das nicht mehr. Warum nicht?

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass mein Gefühl, das intensive, meistens richtig lag. Vorsehung? Nein – Fakten!

Nachdem ich mittlerweile bei anhaltendem Unruhe-Zustand meinerseits das Projekt an den mir verdächtig erscheinenden Punkten detailliert reviewe und meistens auch etwas konkretes finde, glaube ich an diese Gefühle. Ich halte es für Wahrnehmungen, die wohl unterbewusst gespeichert und verknüpft werden. Und zu diesem “Gefühls-Ergebnis” führen. Da ist mein Unterbewusstsein wohl besser als das Projektmanagement…. Ich lerne daraus für mich, meine PM Tätigkeiten auf die Bereiche der gefunden Probleme zu erweitern, sofern diese eine “Allgemeingültigkeit”  haben und nicht nur Projekt-Besonderheiten sind.

Finde ich es schlimm, dass mein Unterbewusstsein schlauer ist als mein Bewusstsein? Da muss ich noch ‘drüber nachdenken  :-) …….

Elektro-Mobilität……? Ich habe es gewagt!

Kaum zu glauben aber wahr: Seit 3 Wochen besitze ich einen Hybrid-Wagen. Trotz meiner Langstreckenbedürfnisse beruflicher Art glaube ich nun, das geeignete umweltfreundlichere Auto gefunden zu haben: einen Volvo V60 Twin Engine.

Und ich bin begeistert. Mein Dieselverbrauch hat sich um über 2 Liter auf 100 km gesenkt, bei Kurzstrecken fahre ich teilweise ganz elektrisch. Bis jetzt haben wir 37 elektrische km mit einer Ladung geschafft. Da ich, zumindest zu Hause, meinen Strom teilweise selbst produziere, ist das besonders günstig. Als altgedienter Berater werde ich mal den ROI ausrechen, wenn ich mehr Fahrleistung habe.

Und trotz Umweltfreundlichkeit ist es ein schnelles Auto…ich möchte ja nicht länger brauchen als bisher. Perfekt!

“Kunden-Kultur” in der Beratung

Kunden-Kultur…für mich einer der wichtigsten Einflussfaktoren in meinen Projekten. Warum? Jeder Kunde hat da seine eigenen Gewohnheiten, die sich auf meine Arbeit auswirken:

  • Ein Kunde fällt Entscheidungen in der Fachabteilung, ein anderer nur zusammen mit der Unternehmensleitung
  • Kultur ist auch die Unternehmensstrategie, die “weicher” oder “härter” gefasst sein kann.
  • Dann die Kommunikation – was ist verbindlich und was erst Mal nur vage Absichtserklärung?
  • Wie lange dauern größere Entscheidungen für gewöhnlich?
  • Wie präsent sind Hierarchien im täglichen Projekt-Leben?

Ich könnte hier noch unendlich weiter listen…aber mir ist klar, dass ich erfolglos sein werde, wenn ich das nicht berücksichtige. Und eine hohe Erfolgs-Wahrscheinlichkeit habe, wenn ich mich daran orientiere.

Witziger Weise sogar, wenn kulturelle Änderungen Thema des Projekts sind……sonst kennt man ja den Ausgangspunkt nicht!

 

Ist doch gar nicht so schwer!

Kennen Sie Themen, die Sie lernen wollten und bei denen sich Ihr Gehirn permanent weigert, sie zu verstehen? Obwohl andere Leute (die wahrscheinlich auch nicht schlauer sind als Sie) die Sachen rauf und runter im Schlaf können?

Ich kenne das….für mich ist das das Konzept hinter der Datenversorgung des SAP BW. So, damit habe ich meine absolute Ahnungslosigkeit dazu öffentlich bekannt.

Ich lasse mir bei jeder sich bietenden Gelegenheit erklären, wie das funktioniert, obwohl das weder mit meinem Arbeits- als auch mit meinem Privatleben wirklich was zu tun hat. Dann sehe ich oft diesen Blick, den ich als: “Was hat sie nur, ist doch gar nicht so schwer!” interpretiere. Frustrierend. Jedes Mal.

Was mich diese Sache aber lehrt, außer ein bisschen Bescheidenheit natürlich, ist: Wenn ich versuche, jemand etwas zu erklären, das der Andere nicht so leicht versteht,  denke ich an meine SAP BW Datenversorgungs-Unverständnisse. Das bringt mich dazu, die Erklärung perspektivisch anders neu anzufangen, weil ich ja vielleicht nicht die für den Empfänger optimale Methodik gewählt habe.

Und den Blick, den Blick, den spare ich mir, der Andere ist bestimmt genau so schlau wie ich…….oder schlauer?