Kosten für Integration – ja, in der IT….oder überall?

Hervorgehoben

Wann sind Kosten und Mühen für Integration gerechtfertigt? Das klingt jetzt sicher langweilig, da haben schon Hunderte etwas dazu geschrieben.

Aber da ich mich aktuell in einigen Aspekten meines täglichen Lebens “un-integriert” fühle, versuche ich mal, das für mich zu erfassen.

Was bewirkt fehlende Integration bei mir? So als Brainstorming….

  • Durch fehlende Integration in der Kommunikation versuche ich immer wieder, Kommunikationsangebote, also Vorschläge für zukünftige Wege einer optimierten Kommunikation, zu machen. Die werden verstanden oder nicht, angenommen oder nicht.
  • Durch die fehlende Integration in Informationsflüsse versuche ich, die für mich notwendigen Informationen auf anderen Wegen zu bekommen.
  • Die durch fehlende Integration in “physikalische” Warenflüsse entstandenen Probleme versuche ich nachträglich zu “reparieren”.

Ich könnte hier jetzt noch mehr schreiben, aber alles in allem sieht es nach heftiger Zeit/Ressourcen-Verschwendung aus….und es  zieht meine Stimmung runter….

…..wahrscheinlich wäre Integration billiger, oder?

Perspektiven – der Blödsinn interessiert mich nicht!

Ja klar, Perspektiven…..So einfach sollte man das nicht abtun, es macht vielleicht den Unterschied zwischen Sonne und Schatten aus…nicht alles ist immer so, wie es auf den ersten Blick erscheint.

Bin ich Gewinner oder Verlierer erkenne ich an der Seite des Schlachtfelds….Schachbretts, der Tischtennisplatte :-)

Ich finde, man sollte mehr Aufmerksamkeit darauf verwenden…oder sollte ich Achtsamkeit sagen?

Kenne ich die Perspektiven meiner “Mitspieler”? Oder habe zumindest eine Idee davon? Sollte ich?

Tut mir mein Kollege etwas Gutes, ist es gut für mich…was ist es für den Kollegen? Gutes Karma? Ein Gewicht auf der Waage der gegenseitigen Bonusliste? Einfach so, weil es gerade eben möglich war?

Macht mich mein Projektleiter dumm an…was ist das für mich? Na das kommt darauf an, welche Perspektive ich und welche Perspektive er hat. Die “ich will seinen Job und habe ihn deshalb manipuliert …” werde ich hier nicht beschreiben, da das nicht mein Ding ist. also:

V1: Ich habe etwas falsch gemacht und er hat es gemerkt und sich im Ton vergriffen….ok, Fehler und Ton angehen und hoffentlich ist wieder alles gut

V2. Er kann mich nicht leiden oder hat einen schlechten Tag…..ok, auch hier hilft hoffentlich ein Gespräch

V3: Er will mich aus dem Projekt raus haben. Hier wird es interessant. Warum? Bin ich zu schlecht oder zu gut? Zu offen oder zu verschlossen? Zu politisch oder zu unpolitisch? Von der falschen Partei?

oder

V4: Ich bin zu aufmerksam. Wenn das so ist, warum ist das für ihn ein Problem?

oder V5: Ich bin zu schnell..was heißt: schneller als es ihm passt.

Und hier wird es interessant. Warum ist das so? Liege ich richtig oder fantasiere ich hier?

Ich glaube, dass es immer wichtig ist, sich über die eigene Perspektive und die der anderen handelnden Personen klar zu werden…..Aufmerksam oder achtsam sein zahlt sich hier aus. Es gibt in der aktuellen Situation Klarheit und Sicherheit für Entscheidungen…und lässt vielleicht auch mal eine Situation sonniger aussehen, als sie ursprünglich erschien….

Probleme …kleine und große

Ich denke, das kennen wir alle….ein kleines Problem im Projekt. Die Risikoanalyse zeigt es, eine Maßnahme kann gefunden werden, weiter geht es.

Eine Weile später entsteht eine Änderung, die wieder ein Risiko mit sich bringt. Auch hier kann man etwas machen, wenn es akut wird. Und weiter…..

Ich gestehe, ich habe wenige Risikoanalysen gesehen, in denen unten wirklich ein Strich darunter gezogen wurde und über die Gesamtsumme der Risiken nachgedacht wurde.

Viel Kleinvieh macht auch Mist…iges Projekt? Wenn die Summe der zu kontrollierenden Risiken so groß wird, dass man für die Maßnahmen-Durchführung schon einen eigenen Projektmanager braucht….ja!

Man braucht nicht immer große Probleme, um ein Projekt “gefährlich” zu machen, manchmal tun ein auch genug kleine.

Bessere Zusammenarbeit…

Ich habe gestern einen großartigen Beitrag über die Veränderungen der Gehirnleistung im Alter gesehen und fühle mich in vielem bestärkt, was ich die letzten Jahre erlebt habe. Nicht nur bei mir selbst (ja, so taufrisch bin ich nicht mehr), sondern auch bei anderen Menschen.

Letztendlich lief es in dieser Doku darauf hinaus (nach meinem Verständnis), dass zwar Gedächtnis und Reaktionszeiten nachlassen, aber dafür beide Gehirnhälften besser miteinander vernetzt werden und daher durch “bessere Zusammenarbeit” hier in neuer Art optimieren und kompensieren können.

Und genau darauf läuft vieles andere auch hinaus: Bessere Zusammenarbeit…weniger Hierarchie-orientiert als als Sach-orientiert wenn es sinnvoll ist. Womit ich meine, dass hierarchisch kleine Lichter oft fachlich große Leuchten sind…die nur eben vielleicht nicht die Fähigkeit oder den Willen zum “Führen und Managen” haben wie Ihre Chefs.

Also je nach Aufgabe lieber mal die Fachgröße ansprechen. Die Management Power wird an anderen Stellen sinnvoll eingesetzt…und unser aller Blutdruck schwillt nur an, wenn’s wirklich nötig ist.

Wie uns das “Gewohnte” ein Bein stellt

Ich habe mal eine Weile in Sao Paulo gelebt. Und irgendwann habe ich dort Wäscheklammern gebraucht. Ich hatte das natürlich in den Reisevorbereitungen nicht vorgesehen und musste also welche kaufen.

Ich bin zum nächsten größeren Supermarkt gefahren und habe angefangen zu suchen…ewig lange und ergebnislos. Ich wusste natürlich auch nicht, wie die Dinger auf Portugiesisch heißen und hatte daher auch mit den Fragen keinen Erfolg.

Resigniert bin ich wieder nach Hause gefahren und habe am nächsten Tag meinem Chef von meinem „Leid“ erzählt. Er hat mit dann ein paar von seiner Frau mitgebracht.

Als ich diese Wäscheklammern sah, kam mir die Erkenntnis: Die gab es auch im Supermarkt! Ich habe sie gesehen…nur leider nicht als Wäscheklammern erkannt, sie sahen so völlig anders aus als die „deutschen“ Wäscheklammer.

Und ich war zu „paradigmatisiert“ um ihre Funktion zu erkennen….

Ich dachte immer, ich sei ein flexibler, kreativer Mensch mit Sinn für Improvisation…aber nicht kreativ genug, um diese, funktional absolut brauchbaren, Wäscheklammern als „funktions-erfüllend“ zu erkennen.

Ich habe mir angewöhnt, nicht mehr nach einem bestimmten Objekt (Form, Farbe, Material) zu suchen sondern nach etwas, das in der benötigten Funktion erfolgreich genutzt werden kann…also mehr nach „nicht-zerstörender Fixier-Funktion auf Schnur“ als „längliche 2-teilige Plastik-Dinger mit Metall-Feder-Verbindung“….

Manchmal schaffe ich das ganz gut…manchmal gar nicht

Das ist immer so!

Mit fester Stimme der Satz: Das ist immer so! Oder: Das wurde so festgelegt…das machen alle so!

Ok, dann tue ich es auch…oder nicht? Warum sollte ich einem wohl meinenden Menschen das nicht glauben? Weil er vielleicht, bei allem guten Willen, seine eigenen Interessen vertritt?

Ich meine: Solange das nicht zumindest halbwegs bewiesen ist, dass es wirklich immer so ist, sollte man es nicht glauben, wenn es nicht den eigenen Interessen, oder denen meines Kunden, entspricht. Besonders bei Preisen finde ich das wirklich “Hinterfragens-wert”. Weil Preise ja eigentlich nur etwas sind, was der Anbieter einer Leistung oder Ware so festgelegt hat.

Grundsätzlich gilt bei Preisen doch: Gültig ist, was ich mit einem Verkäufer so vereinbaren kann und dann in einen Vertrag gieße.

Das ist ggf. völlig unabhängig von dem, was ich kaufe, strukturell zumindest. So in etwa wie auf dem Markt: Eine Feige für ‚nen Euro…oder eine Kiste für 5 Euro…oder vielleicht alle, die am Ende des Markttages noch übrig sind für 10 €.

Also könnte ich auch teure Lizenzen mit dem Listenpreis einer billigeren kaufen…oder 10 gratis dazu bekommen… oder alle nicht mengenabhängigen Preis kaufen. Oder alle, die ich brauche, zu 10 €, weil ich dafür gerade nur so viel ausgeben kann….

Als ich das letzte Mal geguckt habe, ging so etwas noch!

Wie viel Projektinhalt, wie viel Projekt-Management?

Es gibt Projektmanagement-Institute, die hervorragende Ausbildung ermöglichen, Praxis-orientiert sind und auf den jeweiligen Erfahrungen der Teilnehmer aufbauen. Es gibt Tools ….. von intelligenten global nutzbaren Projektmanagement Plattformen zu kleinen, schicken Excel Tools für die Projektleitung.

Aber wie viel davon brauche ich denn?

Als ich noch mehr Projekte verkauft habe, waren es in meinen Schätzungen normalerweise 20 % bei nationalen Projekten und 25 bis 30% bei internationalen Projekten. Ich kam damit eigentlich immer ganz gut zurecht. Letztendlich geht es ja um den Inhalt, nicht um die “Ballett-artige” Performance eines riesigen Projekt Management Teams…..

Hat ein Unternehmen schon Projektplattformen im Einsatz, sollten die auch genutzt werden, falls für den Fall tauglich. Kauft man Software dafür, sollte der Preis dem “Inhalts-Preis” des Projekts angepasst sein, falls die Software sonst nicht mehr viel zum Einsatz kommt.

Ich finde, da sollten sich sowohl die Software-Fans als auch die Organisations-Profils im Zaum halten und sich immer mal wieder den Sinn der Veranstaltung vor Auge halten….falls man dann noch Energie kompensieren muss, kann man ja den Schrank der Ehefrau organisieren oder das Haus automatisieren….das gibt treue Fans und Komfort zu Hause…..

Schnell für die Schnecke oder schnell für die Sternschnuppe? Perspektive!

Wieder einmal wurde ich daran erinnert, dass fast jeder die Welt aus seiner Perspektive sieht…..und nicht aus meiner. Das macht das Leben spannend….und manchmal auch etwas verwirrend.

Für mich bedeutet das, dass auch für mich scheinbar klare, alltägliche, ob private oder berufliche Begriffe, besser nochmals inhaltlich mit meinem Gesprächspartner abgeklärt werden müssen, bevor man ans “Eingemachte” geht. Weil diese Worte für Andere eben auch klar und alltäglich sind, nur eben mit anderem Inhalt.

Also muss ich vorsichtig sein: Interface und Konfiguration, weit und nah, schnell und langsam, immer mal wieder hinterfragen, könnte ja sein, dass das aus der Perspektive eines “anders-fachlichen” Spezialisten anders bewertet wird.

Wie weit meinst Du denn, Sternschnuppe? In Kilometer?

 

Das komplizierte Lizenzgeschäft …….

Lizenzen kosten Geld….einige Preise erscheinen uns gerechtfertigt, andere nicht, aber ändern können wir daran nichts.

Was wir oft ändern können sind die Preise…oder die Preisstrukturen. Viele Lizenzen existieren physikalisch nicht. Damit meine ich, dass technisch in Abhängigkeit der Lizenzart keine Restriktionen bestehen. Ich kann also mit einer billigeren Lizenz-Art ggf. technisch das gleiche bewirken wie mit einer teuren Lizenz-Art. Damit will ich niemand zum Lizenzbetrug motivieren, sorry,  jedem was im zusteht. Es geht mir darum, dass in einem solchen Fall Verhandlungen über Lizenz-Arten und Preise ebenfalls keinen physikalischen Regeln folgen müssen.

Also: völlige Freiheit!

Wir kaufen also nicht mehr zwei Tomaten und einen Apfel, wir kaufen ggf. sowas wie ein “Obst und Gemüse bis ich satt bin” Abo. Oder ein “Superspar-Saisongemüse-Abo” nach Gewicht oder vielleicht ohne Mengenbegrenzung für meinen X-Personenhaushalt. Oder beim Kauf von mindestens 200 g Fleisch ist das Gemüse in “Beilagen-Menge” dazu kostenlos.

Wenn sich beide Parteien darauf einigen können….. was hält Sie davon ab? Mit Kontroll-Mechanismen für den Verkäufer und Preisstaffeln für den Käufer geht hier alles.

 

Großprojekte….ist das denn immer notwendig?

Und schon wird ein neues Großprojekt geplant, die Laufzeit wird aktuell auf mindestens 2-3 Jahre geschätzt. Allen graust es…die zusätzliche Arbeit und Verantwortung, die vielen Besprechungen und die Notwendigkeit einer ständigen Überprüfung der Integration aller Projektbestandteile. Und die vielen vielen Projektberichte und die tausende von Emails…..

Ja sicher, es gibt Großprojekte. Aber es gibt auch Projekte, die gar keine Großprojekte sein müssten sondern auch als eine Gruppe kleiner Projekte unterwegs sein könnten. Warum?

Na weil in diesem “Großprojekt” so viele verschiedene Sachen drin sind, dass man daraus auch 3, 4 oder 5 kleinere Projekte machen könnte.

Der Vorteil liegt für mich klar auf der Hand:

  • weniger Verwaltungsaufwand
  • weniger Komplexität
  • weniger Abstimmungsrunden

und damit weniger Arbeit und Stress für alle Beteiligten. Vielleicht auch weniger externe und interne Kosten für Beratung und andere Ressourcen. Dafür aber mehr Erfolgserlebnisse, mehr Sicherheit und mehr Aufgabenteilung, wenn es denn nötig wäre. Also irgendwie auch mehr Spaß bei der Arbeit!

Also: Machen wir ein Großprojekt oder machen wir statt dessen lieber ein paar kleinere Projekte? Na?